Liebe Mitglieder, liebe Freund:innen des DfdK,
der April steht im Spannungsfeld von kulturpolitischen Entwicklungen, Umstrukturierungen beim Hamburger Festival der freien darstellenden Künste und konkreten Unterstützungsangeboten für die freie Szene. Während der Frühling seine Knospen entfaltet und frische Energie, Begegnung und Inspiration mit sich bringt, werfen gleichzeitig bedrohliche politische Entwicklungen Fragen nach künstlerischer Freiheit, Förderpraxis und Mitbestimmung auf. Zwischen den wachsenden Pflanzen und den aufblühenden Projekten in der Szene wird deutlich, wie wichtig es ist, sowohl kreativ, kritisch als auch radikal solidarisch zu bleiben.
Ein Thema, das uns aktuell besonders beschäftigt, ist der Umgang mit politischer Einflussnahme auf Kultur. Als DfdK schließen wir uns den Stellungnahmen des BfdKsowie des Deutschen Kulturrates an und verurteilen das Vorgehen von Kulturstaatsminister Weimer aufs Schärfste. Auch die Kultusminister:innen mehrerer Bundesländer sind überzeugt, dass die Überprüfung einzelner Juryentscheidungen durch den Verfassungsschutz kein geeignetes Mittel der Kunstförderung ist. Was bisher eine formale Kontrolle war, wird damit zum Instrument politischer Einflussnahme, ein Präzedenzfall, der die Unabhängigkeit von Jurys grundlegend infrage stellt. Unser vollständiges Statement findet ihr ab sofort auf unserer Webseite.
Diese Entwicklung ist Teil einer Reihe von jüngsten Ereignissen. So sehen sich aktuell Initiativen wie die Radikalen Töchter mit Förderentzügen konfrontiert. Unter dem Vorwand des Schutzes demokratischer Grundordnung entsteht so eine Praxis, die kritische Stimmen aus dem öffentlichen Diskurs verdrängen kann. Dies birgt nicht nur die Gefahr struktureller Zensur, sondern auch die eines wachsenden Anpassungsdrucks innerhalb der Szene.
Wir solidarisieren uns mit den betroffenen Akteur:innen und setzen uns dafür ein, dass künstlerische Entscheidungen sowie Fördervergaben unabhängig und frei von politischer Einflussnahme bleiben. Kunstfreiheit ist kein optionales Gut, sondern eine tragende Säule demokratischer Gesellschaften. Besonderen Schutz braucht sie gerade dann, wenn sie unbequem ist und Machtstrukturen kritisiert.
Umso wichtiger sind Strukturen, die künstlerische Entscheidungen unabhängig und solidarisch organisieren: Beim Hamburger Festival der freien darstellenden Künste nimmt die Neuaufstellung für die kommenden Jahre weiter Gestalt an. Während die Planungen für die nächste Ausgabe anlaufen, wird gleichzeitig ein neues Festivalgremium aufgebaut, das künftig über Ausrichtung, Leitung und Programm entscheidet. Dieses Gremium setzt sich aus einem breiten Bündnis von Verbänden, Netzwerken und Spielstätten der freien Szene zusammen und versteht sich als gemeinschaftliches Entscheidungsorgan.
Zum Bündnis gehören aktuell: Dachverband freie darstellende Künste (DfdK), Verband für Aktuelle Musik (VAMH), Arbeitskreis Puppen- und Figurentheater (AHAP), Kindertheaterszene Hamburg (KITSZ), Hamburger Sprechwerk, LICHTHOF Theater, monsun.theater, StimmeX, Kampnagel, K3, Kulturstruktur e.V., Probebühne im Gängeviertel, Haus Flachsland, Hajusom, Interkulturelles Forum.
Wer als Verband, Netzwerk oder Spielstätte an der (ehrenamtlichen) Arbeit des Bündnisses mitwirken möchte, kann sich jederzeit beim DfdK oder unter vorstand@fringify.hamburg melden. Wer als Einzelperson beitragen möchte, kann dies jederzeit über dieselben Adressen, über die einzelnen Verbände oder durch Teilnahme an den kommenden partizipativen Formaten tun.
Zum Abschluss möchten wir den Blick auf konkrete Angebote im April richten: Den Auftakt macht der Dramatugie Stammtisch mit einem gemeinsamen Frühstück am 13.04. von10 bis 12:30 Uhr. Es folgt am 23.04. der Workshop „Self-Marketing & Positioning in the Art Field for International and BIPoC Artists“mit Beatrace Angut Lorika Oola. Im Anschluss folgt am 30.04. der Workshop „Tools and Strategies for Social Media and Press Work“ mit Jamin Jawando. Diese beiden Veranstaltungen finden im Rahmen des Programms ‚INTRO‘ von der Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit dem DfdK statt. Neben theoretischen Impulsen und Terminen, gibt es auch ein konkretes Angebot für künstlerisches Arbeiten vor Ort: Vom 1. bis 30. Mai (außer am 15.05. und 20.05.) steht ein neuer schöner Proberaum in Kooperation mit Silvia Varelli in der Seilerstraße exklusiv für die freie Szene zu einem reduzierten Preis zur Verfügung. Interessierte Künstler:innen oder Gruppen können sich bis zum 15.04. bewerben, um den DfdK-Special-Deal zu nutzen. Bei Interesse vermitteln wir den Kontakt direkt. Mehr Details zum Special-Deal, Ausstattung und Größe des Proberaums und zur Bewerbung findet ihr auf unserer Webseite.
Zwischen den jüngsten Angriffen auf die Freiheit von Kunst und Kultur, sich neu organisierenden Gremienstrukturen und konkreten Unterstützungsangeboten wie Stammtischen, Workshops und einem Proberaum-Special-Deal zeigt sich, worauf es jetzt ankommt: auf Austausch, Solidarität und gemeinsames Handeln. Wenn politische Eingriffe die Freiheit von Jurys unterlaufen, linke Positionen diskreditieren und damit den Druck zur Selbstzensur erhöhen, darf die freie Szene nicht vereinzelt werden. Künstler:innen solidarisieren sich im DfdK, um die Kunstfreiheit gemeinsam zu verteidigen und Übergriffen kulturpolitischer Akteur:innen entschieden entgegenzutreten.
Herzlich
Euer DfdK
Liebe Mitglieder, liebe Freund:innen des DfdK,
der April steht im Spannungsfeld von kulturpolitischen Entwicklungen, Umstrukturierungen beim Hamburger Festival der freien darstellenden Künste und konkreten Unterstützungsangeboten für die freie Szene. Während der Frühling seine Knospen entfaltet und frische Energie, Begegnung und Inspiration mit sich bringt, werfen gleichzeitig bedrohliche politische Entwicklungen Fragen nach künstlerischer Freiheit, Förderpraxis und Mitbestimmung auf. Zwischen den wachsenden Pflanzen und den aufblühenden Projekten in der Szene wird deutlich, wie wichtig es ist, sowohl kreativ, kritisch als auch radikal solidarisch zu bleiben.
Ein Thema, das uns aktuell besonders beschäftigt, ist der Umgang mit politischer Einflussnahme auf Kultur. Als DfdK schließen wir uns den Stellungnahmen des BfdKsowie des Deutschen Kulturrates an und verurteilen das Vorgehen von Kulturstaatsminister Weimer aufs Schärfste. Auch die Kultusminister:innen mehrerer Bundesländer sind überzeugt, dass die Überprüfung einzelner Juryentscheidungen durch den Verfassungsschutz kein geeignetes Mittel der Kunstförderung ist. Was bisher eine formale Kontrolle war, wird damit zum Instrument politischer Einflussnahme, ein Präzedenzfall, der die Unabhängigkeit von Jurys grundlegend infrage stellt. Unser vollständiges Statement findet ihr ab sofort auf unserer Webseite.
Diese Entwicklung ist Teil einer Reihe von jüngsten Ereignissen. So sehen sich aktuell Initiativen wie die Radikalen Töchter mit Förderentzügen konfrontiert. Unter dem Vorwand des Schutzes demokratischer Grundordnung entsteht so eine Praxis, die kritische Stimmen aus dem öffentlichen Diskurs verdrängen kann. Dies birgt nicht nur die Gefahr struktureller Zensur, sondern auch die eines wachsenden Anpassungsdrucks innerhalb der Szene.
Wir solidarisieren uns mit den betroffenen Akteur:innen und setzen uns dafür ein, dass künstlerische Entscheidungen sowie Fördervergaben unabhängig und frei von politischer Einflussnahme bleiben. Kunstfreiheit ist kein optionales Gut, sondern eine tragende Säule demokratischer Gesellschaften. Besonderen Schutz braucht sie gerade dann, wenn sie unbequem ist und Machtstrukturen kritisiert.
Umso wichtiger sind Strukturen, die künstlerische Entscheidungen unabhängig und solidarisch organisieren: Beim Hamburger Festival der freien darstellenden Künste nimmt die Neuaufstellung für die kommenden Jahre weiter Gestalt an. Während die Planungen für die nächste Ausgabe anlaufen, wird gleichzeitig ein neues Festivalgremium aufgebaut, das künftig über Ausrichtung, Leitung und Programm entscheidet. Dieses Gremium setzt sich aus einem breiten Bündnis von Verbänden, Netzwerken und Spielstätten der freien Szene zusammen und versteht sich als gemeinschaftliches Entscheidungsorgan.
Zum Bündnis gehören aktuell: Dachverband freie darstellende Künste (DfdK), Verband für Aktuelle Musik (VAMH), Arbeitskreis Puppen- und Figurentheater (AHAP), Kindertheaterszene Hamburg (KITSZ), Hamburger Sprechwerk, LICHTHOF Theater, monsun.theater, StimmeX, Kampnagel, K3, Kulturstruktur e.V., Probebühne im Gängeviertel, Haus Flachsland, Hajusom, Interkulturelles Forum.
Wer als Verband, Netzwerk oder Spielstätte an der (ehrenamtlichen) Arbeit des Bündnisses mitwirken möchte, kann sich jederzeit beim DfdK oder unter vorstand@fringify.hamburg melden. Wer als Einzelperson beitragen möchte, kann dies jederzeit über dieselben Adressen, über die einzelnen Verbände oder durch Teilnahme an den kommenden partizipativen Formaten tun.
Zum Abschluss möchten wir den Blick auf konkrete Angebote im April richten: Den Auftakt macht der Dramatugie Stammtisch mit einem gemeinsamen Frühstück am 13.04. von10 bis 12:30 Uhr. Es folgt am 23.04. der Workshop „Self-Marketing & Positioning in the Art Field for International and BIPoC Artists“mit Beatrace Angut Lorika Oola. Im Anschluss folgt am 30.04. der Workshop „Tools and Strategies for Social Media and Press Work“ mit Jamin Jawando. Diese beiden Veranstaltungen finden im Rahmen des Programms ‚INTRO‘ von der Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit dem DfdK statt. Neben theoretischen Impulsen und Terminen, gibt es auch ein konkretes Angebot für künstlerisches Arbeiten vor Ort: Vom 1. bis 30. Mai (außer am 15.05. und 20.05.) steht ein neuer schöner Proberaum in Kooperation mit Silvia Varelli in der Seilerstraße exklusiv für die freie Szene zu einem reduzierten Preis zur Verfügung. Interessierte Künstler:innen oder Gruppen können sich bis zum 15.04. bewerben, um den DfdK-Special-Deal zu nutzen. Bei Interesse vermitteln wir den Kontakt direkt. Mehr Details zum Special-Deal, Ausstattung und Größe des Proberaums und zur Bewerbung findet ihr auf unserer Webseite.
Zwischen den jüngsten Angriffen auf die Freiheit von Kunst und Kultur, sich neu organisierenden Gremienstrukturen und konkreten Unterstützungsangeboten wie Stammtischen, Workshops und einem Proberaum-Special-Deal zeigt sich, worauf es jetzt ankommt: auf Austausch, Solidarität und gemeinsames Handeln. Wenn politische Eingriffe die Freiheit von Jurys unterlaufen, linke Positionen diskreditieren und damit den Druck zur Selbstzensur erhöhen, darf die freie Szene nicht vereinzelt werden. Künstler:innen solidarisieren sich im DfdK, um die Kunstfreiheit gemeinsam zu verteidigen und Übergriffen kulturpolitischer Akteur:innen entschieden entgegenzutreten.
Herzlich
Euer DfdK